Rohbau

Anlage 2003

Planung

 

Idee und Plan:

Die Größe sollte 270 x 140 cm betragen. Mehr Platz gibt der auch anderweitig genutzte Raum leider nicht her.

Gefahren wird Digital mit 3-Leiter Wechselstrom, Weichen und Signale werden zunächst konventionell per Stellpult elektrisch geschaltet.

Von Beginn an ist ein Aufbau in mehreren Eben vorgesehen. Da die Fläche recht klein ist und ein Zug nach Verlassen des Bahnhofes kurz darauf nicht gleich in selbigen wieder einfahren sollte, durchfährt der Zug in zwei Ebenen zwei Runden, ehe dieser den Bahnhof wieder erreicht.

Zudem sollte ein BW mit Drehscheibe, Lokschuppen und Abstellmöglichkeiten für alle Loks und Wagen Platz finden.

Machbarkeit und Planung:

Eine erste Machbarkeitsstudie zeigte, dass es der Schienenverlauf grundsätzlich möglich ist, die Steigungen jedoch nicht unter 5 % zu realisieren sind.

Da die Auf- und Abfahrten (blau) nicht um das BW (lila) herumgeführt werden können, muss das das BW ggü. dem Bahnhof um 5 cm angehoben werden. Die Steigungen betragen dennoch zwischen 5 und 6%.
In einem  Probeaufbau sollte sich zeigen, ob die Steigungen machbar sind und die Durchfahrtshöhen ausreichend sein könnten

Nach dem ich einige Variationen erstellt hatte, habe ich mich für Variante H, jedoch ohne Schattenbahnhof entschieden. Mangels Zeit musste der Schattenbahnhof erstmal außen vor gelassen werden.

Planungsfehler:

Ursprünglich sollte der Gleisverlauf wie auf dem Gleisplan Rechts aussehen. Entsprechend wurde das Holz für die Trassen zugesägt und montiert.

Beim ersten Aufbau in der Wohnung erkannte ich, dass durch den Wegfall des Schattenbahnhofes keinerlei Abstellmöglichkeiten mehr für die Züge bestand.

Daher wurde der Gleisverlauf etwas geändert. Vier zusätzliche Weichen wurden eingefügt, sowie die Zufahrt der Drehscheibe neu angepasst.

Weggefallen ist eine Dreiwegweiche, hinzugekommen ist allerdings noch ein Stumpfgleis, welches sich anbot, an deren Ende ein Rohrblasgestell aufzustellen.

Fehler bei WinTrack?                        Siehe auch hier

Bei dem Gleisplanprogramm werden Steigungen im dreidimensionalen Raum anscheinend nicht berücksichtigt. So scheint es jedenfalls. Sollte jemand eine andere Erfahrung gemacht haben, bitte ich um Aufklärung.

Beispiel: Werden 10 Stück 24188er Gleise eben verlegt, so ist die Gleislänge 189 cm. Die benötigte Plattenlänge entspricht der Gleislänge.

Ordnet man eine parallel verlaufende Strecke mit der gleichen Anzahl und des gleichen Gleistyps einer Steigung zu (hier im Beispiel mit 6%), so ist die tatsächlich benötigte Plattenlänge kürzer als die Gleislänge.

Bei WinTrack ist allerdings nicht so. Die benötigte Plattenlänge bleibt gleich!

Das Ganze in Zahlen:

10 Stück 24188 Gleise haben eine Länge von 189 cm

bei einer Steigung von 6% ergibt sich auf dieser Länge eine max. Höhe von 11,2 cm

Das ansteigende Gleis wird durch die Steigung nicht länger behält seine Länge von 189 cm bei.

Daraus errechnet sich einen Plattenlängenbedarf von 188,7 cm.

Die 0,3 cm wird bei WinTrack allerdings unterschlagen!

In diesem Beispiel ist der Unterschied zwar nur 3 mm, das ist nicht viel, zugegeben. Allerdings wird sich dieser Fehler bei einer Steigung mit gebogenen Gleisen deutlich bemerkbarer machen (siehe weiter unten).

Und noch was: Die 3 mm müssen beim Verlegen der anschließenden Gleisstücke irgendwie ausgeglichen werden. Und schon stimmt der Gleisplan als solches samt Stückliste nicht mehr! 

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Die Bilder zum Beispiel

Betrachten wir das Problem geometrisch, wird es noch verständlicher:

Grafik 1

Grafik 2

Grafik 1: Die Gleislänge (c) einer Steigung (Beta) ist länger als der auf der Platte benötigte Weg (a).

Daraus folgt: je länger und steiler eine Steigung, desto ungenauer wird der Gleisplan. Im Gleisplan selbst wird der Fehler nicht bemerkbar sein. Kritisch wird es erst dann, wenn die Gleise verlegt werden. Dann hat man plötzlich Lücken!

Grafik 2: Solange das eine gerade Strecke betrifft, ist das noch einfach auszugleichen. Hat man Steigungs- und Gefällstrecken fast ausschließlich in Bögen, wird die Sache richtig knifflig:

Hier entsteht nicht nur einen Lücke, sondern der gesamte Gleisverlauf wird enger!

In der Grafik 2 ist das deutlich dargestellt. Die Steigung im Gleisplan (rot) und wie die Steigung dann tatsächlich nach verlegen der Gleise verläuft (blau).

 

In meinem Gleisplan hatte das fatale Folgen. So musste ich im Gleisplan Gleise einfügen, die es auf der Modellanlage gar nicht gibt.

Bereits beim ersten Verlegen der Gleise habe ich das Problem erkannt. Anstatt einem 77 mm langem Gleisstück passte nur ein 64 mm langes Gleisstück.

Oder ein anderes Beispiel: Im Gleisplan ist die Streckenführung nahe der Plattenkante vorgesehen. Nach dem Verlegen der Schienen hatte ich einige Zentimeter Abstand zur Plattenkante.

Das Problem bleibt leider nicht ohne Folgen! So konnte ich den Gleisplan lediglich als Vorlage für den gedachten Streckenverlauf nehmen, jedoch nicht als Bauplan als solches. Zum Glück hatte ich mehr Schienen zum Bau bereit gehabt, als die Stückliste des Gleisplans vorgesehen hat.

Im Großen und Ganzen ist WinTrack jedoch ein hervorragendes Planungsprogramm.

Gleispläne:

Die folgenden Gleispläne zeigen den aktuellen Zustand.

Gleisplan 2003 Gleisplan 2003
Komplette Ansicht, Gleislänge: 47,56 m Ansicht Ebene1, Gleislänge: 16,27 m
Gleisplan 2003 Gleisplan 2003
Ansicht Auf- und Abfahrt Ost, Gleislänge: 5,53 m Ansicht Auf- und Abfahrt West, Gleislänge: 2,42 m
Gleisplan 2003 Gleisplan 2003
Ansicht Bahnhof, Gleislänge: 5,54 m Ansicht Bahnbetriebswerk, Gleislänge: 17,80 m

Statistik:

Streckenlänge Gleis 1 (Richtung Ost):    11,92 m Streckenlänge Gleis 3 (Richtung West): 12,84 m
Längstes Abstellgleis: 1,7 m Länge Kehrschleife: 2,9 m
   
Stückliste zum Runterladen: Anlage2003-Stueckliste Liste des Holzbedarfs: Klicken Sie HIER 
Bezugsquelle für Gleise und Zubehör in 2003:

OG-TOYS

Ludwigstr. 9, 85049 Ingoldstadt

http://www.og-toys.de 

Vorbereitung des Rohbau:

Nach der Gleisplanung  ging es an die Realisierung.

Zunächst wurden Zeichnungen erstellt, um den Bedarf an Bretter zu ermitteln. Daraus ergab sich eine Bestellliste.

Zur Erleichterung fügte ich den Gleisplan in die Zeichnung ein und so war konnte genau Maß genommen werden.

Zeichnung 1: Füße, Rahmen und Grundplatte

Zeichnung 2: Auf- und Abfahrten

Zeichnung 3: Bahnhof

Zeichnung 4: Bahnbetriebswerk

Als Schwabe ist man sparsam und bevor man Einkaufen geht, werden Preise verglichen. Preisvergleiche für den Holz Einkauf nahm ich bei OBI, Globus Baumarkt, TOOM und in der örtlichen Holzgroßhandlung Ulrich (in Stuttgart und Winnenden) vor.

Sehr schnell stellte sich heraus, dass die Holzgroßhandlung Ulrich mit großem Abstand der günstigste Anbieter war, zudem bot er eine wesentliche bessere Qualität des Holzes.

Gut das wir verglichen haben!       Hier der Preisvergleich.

Übrigens: Zur Schalldämmung habe ich 2 mm Kork vorgesehen.

Auch hier hat die Holzgroßhandlung Ulrich am günstigsten abgeschnitten: 3 Euro / qm.

 

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(c) www.modellbahnkeller.eu, letzte Änderung: 22.07.2003

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